Expansionsventile
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Das Expansionsventil regelt die Kältemitteleinspritzung in den Verdampfer und hält die Überhitzung konstant – es entscheidet damit maßgeblich über Effizienz und Betriebssicherheit der gesamten Anlage. Wir führen thermostatische Expansionsventile (TEV) mit innerem und äußerem Druckausgleich, elektronische Expansionsventile (EEV) mit Schrittmotorantrieb sowie Kapillarrohre und Düsen von Danfoss, Alco, Sporlan, Castel, Sanhua und Dunan.
Auswahlkriterien
- Kältemittel: Die thermostatische Füllung des Fühlers ist kältemittelspezifisch. Ein Ventil mit R449A-Füllung arbeitet mit R134a nicht korrekt – die Typenbezeichnung (z. B. TES 2, TEX 2, TEN 2) gibt Auskunft.
- Leistung: Ventile werden nach Nennkälteleistung bei definierten Bedingungen ausgewählt. Ein überdimensioniertes Ventil pendelt (Hunting), ein zu kleines führt zu Leistungsmangel und hoher Überhitzung.
- Druckausgleich: Innerer Ausgleich bei kleinem Druckabfall im Verdampfer, äußerer Ausgleich (mit Ausgleichsleitung) bei Verdampfern mit Verteiler oder hohem Druckverlust.
- Anschluss: Löt- (ODF) oder Bördelausführung (SAE), ggf. mit wechselbarer Düse (Orifice) zur Leistungsanpassung.
- EEV statt TEV: Elektronische Ventile regeln präziser, erlauben tiefere Verflüssigungsdrücke und sparen im Teillastbetrieb messbar Energie – sie benötigen jedoch einen passenden Regler und Drucktransmitter.
Einsatzbereiche
Thermostatische und elektronische Expansionsventile arbeiten in Kühl- und Tiefkühlmöbeln, Kühlraumaggregaten, Verbundanlagen, Wärmepumpen, Klimageräten, Flüssigkeitskühlsätzen und in der industriellen Prozesskälte.
Marken & Lieferung
Danfoss (TES/TEX/TEN, ETS), Alco Controls (TI, TX), Sporlan, Castel, Sanhua und Dunan – dazu Ersatzdüsen, Fühlerklemmen und Ausgleichsleitungsverschraubungen. Gängige Größen sind ab Lager verfügbar.
Häufige Fragen
Wie stelle ich die Überhitzung richtig ein?
Die statische Überhitzung liegt bei den meisten Anwendungen zwischen 4 und 8 K. Gemessen wird die Temperatur am Verdampferaustritt im Vergleich zur Sättigungstemperatur des dort herrschenden Drucks. Eine Umdrehung der Einstellspindel verändert die Überhitzung je nach Ventiltyp um etwa 0,5 bis 1 K; nach jeder Verstellung sollten 15 bis 20 Minuten Stabilisierungszeit abgewartet werden.
Warum pendelt mein Expansionsventil?
Pendeln entsteht meist durch Überdimensionierung, schlechten thermischen Kontakt des Fühlers, falsche Fühlerposition oder fehlenden äußeren Druckausgleich. Der Fühler gehört auf die waagerechte Saugleitung in 10-Uhr- oder 2-Uhr-Position, sauber metallisch anliegend und isoliert.
Wo wird der Fühler montiert?
Auf der Saugleitung unmittelbar nach dem Verdampferaustritt, auf einem geraden, waagerechten Rohrstück, metallisch blank und mit Metallschelle befestigt. Bei Rohren bis 22 mm auf 12 Uhr, darüber auf 10 oder 2 Uhr – nie auf 6 Uhr, da sich dort Öl sammelt.
Kann ich ein TEV durch ein EEV ersetzen?
Technisch ja, und in vielen Fällen lohnt es sich energetisch. Erforderlich sind zusätzlich ein Regler (z. B. Danfoss EKE, Carel EVD), ein Drucktransmitter und ein Temperaturfühler. Die Investition amortisiert sich vor allem bei Anlagen mit langen Laufzeiten und schwankender Last.
Was bedeutet MOP?
MOP steht für Maximum Operating Pressure – eine Begrenzung des Verdampfungsdrucks beim Anfahren. Die Ventilfüllung verliert oberhalb eines definierten Drucks ihre Wirkung und drosselt die Einspritzung, wodurch der Verdichtermotor beim Start nicht überlastet wird.